Bei der StuRa-Sitzung am 7. November 2017 wurde unsere am 18. November 2017 in Jena stattfindende Konferenz „FREIHEIT IS FUTURE“ thematisiert. Für diese Konferenz erwarten wir Studenten und junge Akademiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, um Themen zu diskutieren, die unsere junge Generation auf absehbare Zeit beschäftigen und prägen werden: Wie werden Staat und Politik mit den rasanten Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft mithalten können? Wie werden Technologien und Innovationen in den nächsten Jahren unseren Alltag verändern? Bietet die Zukunft für uns mehr Chancen oder Risiken? Dafür bieten wir am 18. November ein dichtes Programm aus Vorträgen, Diskussionen und interaktiven Workshops, das thematisch von der digitalen Bürgergesellschaft, über Blockchain und künstlicher Intelligenz, Startups und soziales Unternehmertum, Privatsphäre trotz Überwachung und freie Privatstädte bis hin zur Zukunft des Liberalismus reicht.

In besagter Sitzung brachten Vertreter der Jusos HSG (Junge Sozialisten) und der  ELLI (Emanzipatorische Linke Liste) einen Antrag ein, indem Sie unserer Hochschulgruppe, Students For Liberty Jena, und der von uns ausgerichteten Konferenz unterstellten, sexistisch, faschistisch und reaktionär zu sein und eine Ächtung der Veranstaltung verlangten. In der Diskussion des Antrags wurde den Students For Liberty unter anderem auch Rassismus unterstellt.

Diese Unterstellungen sind offensichtlich gegenstandslos:

In der Begründung des Antrags wird über Indizienketten versucht, eine Nähe der Students For Liberty zur sog. „Neuen Rechten“ und zur AfD zu konstruieren. So werden über mehrere Schritte Prof. Dr. Gerd Habermann und Dr. Stefan Blankertz in eine vermeintliche Verbindung mit Götz Kubitschek gebracht. Entscheidend ist aber, dass nicht Götz Kubitschek, sondern eben Hr. Habermann und Hr. Blankertz an der Konferenz teilnehmen. Übrigens noch nicht einmal als Vortragende, sondern als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion. An dieser werden sich auch Prof. Dr. Christian Hoffmann (Universität Leipzig) und Ralf Fücks (ehem. Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) beteiligen, um ein möglichst breites Spektrum an kontroversen Meinungen zu dem, was den Liberalismus ausmacht, abzubilden. Denn das ist der Anspruch der Students For Liberty: einen freien Austausch von Meinungen zu ermöglichen.

Des Weiteren wurde behauptet, dass nur Männer zur Konferenz eingeladen seien. Das entspricht schlicht nicht der Wahrheit, wie man der Konferenzwebseite (http://www.freiheitisfuture.de/call-for-speaker/ bzw. www.freiheitisfuture.de/startup/ ) entnehmen kann und wie es auch den Antragstellern hätte ersichtlich sein können, wenn sie dies gewollt hätten. An dieser Stelle ist auch zu betonen, dass die Antragsteller zu keinem Zeitpunkt versuchten, in einen klärenden Dialog mit uns als Veranstaltern zu treten. Darüber hinaus ist zu sagen, dass wir als Vortragende deutlich mehr Frauen angefragt haben, als letztlich aus terminlichen Gründen für die Konferenz zusagten. Wir suchten alle angefragten Redner allein aufgrund ihrer fachlichen Eignung aus. Einen solchen implizierten Sexismus der Steller und Befürworter des Antrags – dass das Geschlecht einer Person Rückschlüsse auf die Qualität der vorgetragenen Inhalte erlaube – lehnen wir entschieden ab.

Schließlich ist es eine bewusst kränkende Herabwürdigung, zu behaupten, wir als Students For Liberty wären rassistisch.

Dies macht deutlich, dass es den Stellern und Befürwortern des Antrags nicht um eine inhaltlich-argumentative Auseinandersetzung geht. Ihnen geht es darum, von ihrer eigenen Meinung Abweichendes zu stigmatisieren und damit aus dem Diskurs auszuschließen. Damit wird deutlich, dass es den beteiligten StuRa-Gruppen um eine Machtdemonstration geht. Sie wollen unter Beweis stellen, dass sie es vermögen, festzulegen, wer an unserem Campus in Erscheinung treten darf und wer nicht. Sie wollen all jene einschüchtern, die sie als „nicht links genug“ identifizieren. Ein solches autoritäres Gebaren ist mit unserem liberalen Verständnis von Meinungsfreiheit und einem pluralen Diskurs – gerade an der Universität – nicht zu vereinbaren. Es steht tatsächlich im Widerspruch zu den Grundwerten einer offenen Gesellschaft.

Students For Liberty ist ein weltweites Netzwerk, in dem über 50.000 junge Menschen aktiv sind, geeint in ihren Grundwerten der individuellen Freiheit eines jeden Menschen – unabhängig von Geschlecht, Ethnie oder Status. Die Students For Liberty repräsentieren jene universellen Menschen- und Freiheitsrechte, die das Fundament unserer offenen Gesellschaft ausmachen.

Im Interesse eines offenen Gedankenaustausches laden wir jeden, der sich für die Themen der Konferenz interessiert, herzlich zur Teilnahme ein. Diese Einladung schließt selbstverständlich auch die Steller und Befürworter des Antrages ein. Es wird zu jedem Vortrag und zu jeder Diskussion die Möglichkeit geben, sich in die Diskussion einzubringen.

Eine kostenlose Anmeldung ist möglich unter www.freiheitisfuture.de.

 

Die Students For Liberty Jena

  1. November 2017